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Vollintegriertes Wohnmobile

Unsere Erfahrungen nach einem Jahr mit einem voll integrierten Reisemobil.

Vor einem Jahr haben wir unser erstes, eigenes, voll integriertes Reisemobil gekauft.

Hier wollen wir euch ein wenig von unseren Erfahrungen berichten, die wir mit dem Reisemobil gemacht haben. Es ist, wie gesagt, unser erstes, voll integriertes Reisemobil. Davor haben wir nur teileintegrierte oder Alkoven Fahrzeuge gefahren. Wir fahren jetzt einen Frankia 680 ED-G. EZ. 2012.

Frankia 680 ED-G

Was uns natürlich sofort als erstes aufgefallen ist, ist das gute Raumgefühl und die großzügigen Staumöglichkeiten. Der Frankia verfügt über einen hohen Doppelboden, der sehr viel Stauraum zwischen dem Wohnbereich und der Bodenplatte schafft und zusätzlich dafür sorgt, dass das Fahrzeug absolut wintertauglich ist, da der Doppelboden komplett beheizt werden kann.

Das Fahrzeug ist mit einen 1500Watt Sinus Wechselrichter, eine automatischen Sat. Anlage und insgesamt 160 Watt Solarpanelen ausgestattet. Außerdem noch außen Wasser- und Gasanschluss welches sehr praktisch ist.  Im Heck sind Abstandswarner installiert. Wie auch in PKW's üblich plus eine Rückfahrkamera, die man auf jeden Fall haben sollte.

Das Wohnmobil verfügt zusätzlich zur normalen Gasheizung noch über eine Webasto Diesel Standheizung, die aber nur im vorderen Bereich des Wohnmobils Ausströmer hat. Die Heizung eignet sich aber im Winter gut zum Vorheizen des Motors oder auch bei beschlagener Frontscheibe hilft sie gut.

Die Heizleistung reicht allerdings nicht für das gesamt Fahrzeug. Außerdem stellt sich die Standheizung nach einer 1/2 Stunde Betrieb wieder automatisch ab.

Unsere erste Winter Ausfahrt mit dem Fahrzeug haben wir im Januar 2019 gemacht und mussten feststellen, dass so ein Fahrzeug doch einen etwas hören Gasverbrauch zum Heizen hat als die Alkovenmodelle, die wir zuvor gefahren hatten. Besonders wenn man die Heckgarage und den Doppelboden komplett mit heizt. Hier kann man aber die Wärmezufuhr in diese Bereiche auch drosseln. Zu unserer Überraschung ist die Geräuschentwicklung während der Fahrt nicht größer als wir es von unseren Alkoven oder teilintegrierten Fahrzeugen gewöhnt waren. Ich würde sagen fast sogar etwas geringer. Klappergeräusche oder auch knarren der Möbel, des Doppelbodens, des Hubbetts usw. sind kaum vorhanden, so dass man gemütlich mit dem Fahrzeug fahren kann. Wie gesagt ist Stauraum genügend vorhanden. 

Raumkonzept

Um ein großzügiges Raumgefühl mit einer gemütlichen und großen Sitzgruppe zu kombinieren und das Ganze auf einer Länge von nur etwas über 7 m hat dieses Fahrzeug keine festen Längsbetten im Heck eingebaut. Oberhalb der ausreichenden Heckgarage ist aber ein zusätzliches Einzelbett quer verbaut, welches sich gut als Ablage, Gästebett oder für ein kleines Schäfchen zwischendurch eignet. Geschlafen wird im Hubbett, welches hier als längs Hubbett ausgeführt ist d.h. das Hubbett fährt elektrisch herunter und kann dann auf eine Länge von ca. 2 m ausgezogen werden. Die Breite ist 1,90 m und somit ist ein großzügiges Schlafen möglich.

 

Duobett

Allerdings schläft man mit dem Kopf voran in Fahrtrichtung. Die Lese-Lampen sind auch entsprechend angeordnet.

Daraus ergibt sich ein Problem, welches wir zu Anfang nicht so erkannt haben. Das Fahrzeug ist aufgrund des großen Hubbetts, und auch weil es ein vollintegriertes Mobil ist, vorne recht schwer und dadurch ein wenig vorne nach unten geneigt. D.h. das die Trimmlage des Fahrzeuges nicht exakt in Waage ist sondern vorne tiefer liegt als hinten. Mittlerweile haben wir gelernt, dass viele vollintegrierte Wohnmobile diese Problem mehr oder weniger haben. Auf ebener Fläche steht man also vorne immer tiefer als hinten und das Hubbett ist im vorderen Bereich, da wo man beim längs Hubbett mit dem Kopf liegt, dadurch auch etwas tiefer als mehr zu Mitte des Fahrzeuges hin.


Küche

Dadurch schläft man also immer ein wenig mit den Füßen nach oben und somit mit dem Kopf tiefer als mit den Füßen, was nicht sehr angenehm ist.

Bedienpanel Luftfederung

Um in Waage zu kommen müssen wir also oft vorne auf Keile fahren, da wir kein automatisches Nivellier-System an Bord haben. Durch das doch recht hohe Gewicht auf der Vorderachse ist diese sehr stark belastet und auf schlechten Straßen schlägt das Fahrzeug d.h. die Federung vorne recht schnell durch. Insgesamt ist der Federungskomfort an der Vorderachse nicht so überzeugend.

Aus diesem Grund werden wir an der Vorderachse andere Federbeine installieren lassen. Wir denken da die Alko Comfort Suspension. ACS.

Das ACS System soll den Fahrkomfort doch sehr verbessern und hebt die Vorderachse auch zwischen 25mm und 40mm (40mm bei dem Heavy Fahrgestell) an. Um den Fahrkomfort zu verbessern haben wir bereits eine Luftfederung an der Hinterachse nachgerüstet.

 Ansonsten sind wir zufrieden. Das Raumkonzept erfordert zum Schlafen ein, zwei Minuten um das Bett klar zu machen, aber wir haben dadurch über Tag viel Platz zum Sitzen und dies bei nicht allzu langem Fahrzeug. Platz auch für Freunde in gemütlicher Runde ist ausreichend vorhanden ohne das es eng wird.

Das Raumbad ist großzügig und die Wasservorräte reichen für einige Tage.

Ich denke, dass andere Fahrzeuge, die auch mit Längsbetten als Hubbett vorne oder im Alkoven ausgestattet sind ähnliche Probleme haben können wie unser Frankia. Ich denke da z.B. an das Hymer Duomobil oder der Dethlefs Alpa oder auch ähnliche Konzepte anderer Hersteller, D.h. man liegt mit dem Kopf tiefer als mit den Füßen. Ich denke beim Kauf eines solchen Fahrzeuges, sollte man daran denken und dies vielleicht zuvor genauer in Augenschein nehmen.

Hier noch ein Blick aus dem Hubbett in das Fahrzeug.

Raumbad

Und noch was: Man gewöhnt sich recht schnell an die Dimensionen. Ein voll integriertes Mobil ist vorne fast übersichtlicher als andere Fahrzeuge, da da, wo die Scheibe endet das Fahrzeug ja auch fast zu Ende ist.

Der Umstieg ist uns nicht schwer gefallen.


Blick vom Hubbett

Das Fahrzeug wird in ähnlicher Form noch von Frankia gebaut. Hier gibts weitere Informationen